Biomasse bleibt wichtigster erneuerbarer Energieträger
Berlin, 30.
Juni 2008. Der Parlamentarische Staatsekretär Michael Müller hat heute in
Berlin die neue Bioenergiestrategie des Bundesumweltministeriums vorgestellt.
Auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) betonte er
die zentrale Rolle der Biomasse bei der Erzeugung von Strom, Wärme und
Biokraftstoffen, um die europäischen und deutschen Klimaschutzziele zu
erreichen. Vom Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch
entfallen heute und den Prognosen zufolge auch bis 2020 zwei Drittel auf die
Bioenergie.
Müller
sagte: „Der weitere Bioenergieausbau muss folgende Aspekte berücksichtigen:
- Beim energetischen Einsatz von Biomasse sind die Auswirkungen auf die
Klimabilanz, auf die Biodiversität, auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln und
auf mögliche Nutzungskonkurrenzen zu berücksichtigen.
- Die energetische Nutzung von Biomasse ist nicht per se klimafreundlich. So
schließt die Rodung von Wäldern oder die Zerstörung von Mooren in Folge von Landnutzungsänderungen
im Regelfall eine positive Klimabilanz aus.
- Die Einhaltung der Anforderungen zur guten fachlichen Praxis für den Anbau
hat große Bedeutung für die Klimabilanz und die Umweltverträglichkeit.
- Die Effizienz der eingesetzten Technologie beeinflusst stark die Klimabilanz.
Die neue Bioenergiestrategie fokussiert deshalb auf fünf Handlungsfelder:
- Rasche Umsetzung europäischer Vorgaben für Nachhaltigkeitsanforderungen in
nationales Recht,
- Anpassung der Biokraftstoffziele und langsamer als bisher geplanter Ausbau,
- Mobilisierung von Abfallbiomasse , um Nutzungskonkurrenzen mit Nahrungs- und
Futtermitteln zu vermeiden,
- Verbesserung der Nutzungseffizienz, um den Klimaschutzbeitrag zu maximieren
und Kosten zu senken,
- Innovationsschub bei der Bioenergienutzung erreichen.
Im Ergebnis zeigt sich, dass es nicht um das Ob der energetischen Nutzung von
Biomasse, sondern um das Wie geht."
Herausgeber:
Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
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