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Spatenstich für nachhaltige Wärmeversorgung: Großhabersdorf baut auf regionale Energie

100 Prozent erneuerbare Energie für 160 Gebäude: ENERPIPE realisiert zukunftssicheres Nahwärmenetz

Mit dem offiziellen Spatenstich Anfang Juli 2026 fiel in Großhabersdorf (Landkreis Fürth) der Startschuss für ein großes Nahwärmeprojekt in der Region. Die Nahwärme Großhabersdorf eG errichtet ein rund 14 Kilometer langes Wärmenetz, das künftig 160 Gebäude zuverlässig mit klimafreundlicher Wärme versorgt. Die Kapazitäten sind bereits heute so ausgelegt, dass künftig weitere rund 20 Prozent Anschlussnehmer integriert werden können.

Für die Planung und Umsetzung des Projekts ist die ENERPIPE GmbH verantwortlich. Zum Lieferumfang gehören neben den vorisolierten Nahwärmerohren FibreFLEX Plus auch die Pufferübergabesysteme für die einzelnen Gebäude sowie die Visualisierungslösung E-Control Plus für den sicheren und effizienten Netzbetrieb.

Wärmeversorgung vollständig aus erneuerbaren Energien

Die Wärmeerzeugung übernimmt die Bioenergie Redlingshöfer GbR. Herzstück der Anlage ist ein Hackschnitzelkessel, der durch die Abwärme der bestehenden Biogasanlage als Backup ergänzt wird. Damit wird die Nahwärmeversorgung vollständig aus erneuerbaren Energien sichergestellt.

Die Idee für das Wärmenetz entstand bereits im Jahr 2022. Im benachbarten Ort Unterschlauerbach wird seit Jahren erfolgreich erneuerbare Wärme aus den nordwestlich von Großhabersdorf gelegenen Blockheizkraftwerken genutzt. Da dort noch freie Wärmekapazitäten vorhanden waren, entstand der Wunsch, auch Großhabersdorf nachhaltig und unabhängig mit regional erzeugter Wärme zu versorgen.

Ein engagierter Arbeitskreis entwickelte das Projekt kontinuierlich weiter. Aus dieser Initiative entstand im August 2023 die Genossenschaft Nahwärme Großhabersdorf eG, die heute als Betreiber des Wärmenetzes fungiert.

Start der Bauarbeiten nach intensiver Planungsphase

Nach umfangreichen Planungsarbeiten und einer langen Wartezeit auf die Bewilligung der öffentlichen Fördermittel konnten die Bauarbeiten nun beginnen. Die Tiefbaufirma Kirsch verlegt seit Mitte Juni die ersten Leitungsabschnitte. Direkt im Anschluss erfolgen die Hausanschlüsse, sodass die ersten Gebäude bereits im kommenden Winter mit erneuerbarer Wärme versorgt werden können. Die vollständige Fertigstellung des Netzes ist bis Ende 2027 vorgesehen.

Auch zahlreiche öffentliche Gebäude profitieren künftig von der nachhaltigen Wärmeversorgung. Dazu zählen unter anderem die Schule, die Schulturnhalle, das Gemeindezentrum sowie die Mehrzweckhalle.

Technisch anspruchsvolle Netzlösung

Aufgrund der topografischen Gegebenheiten mit deutlichen Höhenunterschieden wurde das Wärmenetz mit einer Höhenübergabestation ausgestattet. Diese sorgt für einen sicheren und hydraulisch optimalen Betrieb der gesamten Anlage.

Mit einer jährlichen Wärmeerzeugung von rund 6 Millionen kWh leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende. Gleichzeitig werden künftig erhebliche Mengen fossiler Energieträger eingespart. Dadurch sinken sowohl der Heizöl- als auch der Erdgasverbrauch deutlich und die CO₂-Emissionen werden nachhaltig reduziert.

Digitale Überwachung sorgt für maximale Betriebssicherheit

Für einen wirtschaftlichen und sicheren Netzbetrieb setzt die Nahwärme Großhabersdorf eG auf die Visualisierungslösung E-Control Plus von ENERPIPE. Über das System können sämtliche Betriebsdaten des Wärmenetzes in Echtzeit überwacht, ausgewertet und bei Bedarf optimiert werden.

„Wenn der Betreiber nicht bereits selbst auf Unregelmäßigkeiten reagiert, genügt ein Anruf und wir können die wichtigsten Betriebsparameter einsehen sowie bei Bedarf unmittelbar Anpassungen vornehmen. Das macht den Betrieb einfach, schnell und sicher“, erklärt Stephanie Fiehl vom ENERPIPE-Team, die das Projekt gemeinsam mit der Nahwärme Großhabersdorf eG geplant hat und die Umsetzung vor Ort begleitet.

Nachhaltige Wärmeversorgung mit Zukunft

Das Nahwärmenetz Großhabersdorf zeigt eindrucksvoll, wie eine regionale Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien wirtschaftlich und nachhaltig umgesetzt werden kann. Dank der staatlichen Förderung profitieren die Anschlussnehmer künftig von einer langfristig sicheren Wärmeversorgung, einer hohen Preisstabilität sowie einer deutlichen Reduzierung ihrer CO₂-Emissionen. Gleichzeitig stärkt das Projekt die regionale Wertschöpfung und macht die Gemeinde unabhängiger von fossilen Energieträgern und deren Preisschwankungen.

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